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Auf nach Mallorca, Reisebericht Teil II

 

 


Der Blick vom heiligen Berg


Ja,  es geht weiter mit meinem Reisebericht.

Wie gesagt, Palma bei Sonne, 25 Grad und reichlich frischer Luft entschädigte für die Nacht auf der Fähre.
Kleinteil drückte sich die Nase an der Scheibe platt. Die Jachten im Hafen, das glitzernde Meer in der Morgensonne, der Strand und die Palmen und überhaupt alles war für sie ja schließlich das erste Mal.
Sie war plötzlich wieder mein kleiner Engel die mit großen Augen die Welt betrachtete und sich an mich kuschelte, jaaahhh, mein Goldkind!!
Die Fahrt zu unserer Finca geht immer schnell vorbei und die Aussicht auf ein gutes Frühstück lässt unsere Laune immer besser werden.
Dann, endlich angekommen, die Überraschung - Anne und Dieter haben wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut...
Das Tor öffnete sich und ein ganzes Empfangskommite erwartete uns.
Wilde Hühner und Hähne in allen Farben, Pfauen , schillernd und schön und sogar ein Häschen begrüßten uns mit lautem Getöse.
Kleinteil dachte dass wir sie jagen dürften und war kaum zu halten aber dann kam wieder einmal Spielverderber Anne zum Zug:
Alle mal herhören!!
Es wir kein Huhn gejagt, nein auch kein Hahn! Die Pfauen sind auch tabu und die Häschen wohnen hier.
Also lasst die Pfoten von ihnen und seid brav!!
Tja, hatte ich mir ja fast gedacht.
Anne kennt keinen Spaß!!!!

Okay, dann eben Frühstück, Gelände erkunden - es ist wirklich groß - mal schauen ob die Geckos schon wach sind und die Ringelnatter noch nattert.
Der Wald duftete nach Häschen, Katze - oh ja, die hatte Anne ja gar nicht erwähnt, die sind dann ja wohl nicht tabu, guuuut sooo....- und allerlei anderen noch unbekannten Kreaturen. Spannend wieder einmal.
Kleinteil wusste gar nicht was sie zuerst machen sollte - Nieke und mich zum Spielen auffordern, das Haus erkunden, die Hühner beobachten oder die Pfauen jagen. Nun letzteres war keine gute Idee, Anne hat ganz offensichtlich den Hausfrauenblick, ihr entgeht einfach nichts und so hing Olivia nach ganz kurzer Zeit an der langen Leine.
Tja, auch hier gelten Regeln und die sollte Hund befolgen sonst...

So vergingen die Tage, nein es war nicht langweilig. Wie bekamen oft Besuch und wenn Helga, ein schwarzes, wirklich hübsches Ding, man sagt, ihre Eltern seien nicht bekannt kam, hatte Olivia einen Festtag. Die Zwei hatten immer Spaß miteinander ob Wettrennen, fangen spielen oder Schmetterlinge verfolgen, sie waren unermüdlich und tobten bis zum Umfallen.

Ich machte mir etwas Sorgen um meine Hühner. Die Schwarze saß im Holzschuppen, tagelang und es schien als würde sie bald sterben. Anne meinte ich solle sie nicht erschrecken und nur vom weiten beobachten. Das habe ich natürlich gemacht. Aber sie schien nichts zu essen oder zu trinken und bewegen tat sie sich auch nicht. Also bewachte ich sie und eines morgens dachte ich, mich laust der Affe. Meine kleine Schwarze stolzierte, stolz wie Oskar, direkt an mit vorbei und damit nicht genug, da kamen 7 schwarz/weisse Tennisbälle hinter ihr her.
So etwas hatte ich noch nie gesehen, kleine flauschige Kugeln zirpten und Mama Huhn trillerte und lockte und ich konnte mich an der kleinen Karavane gar nicht satt sehen.
Olivia wollte gleich guten Tag sagen aber da kam wieder einmal die Stimme, die ein klares NEIN zischte. Anne....

Paella ala Anne, scheint gelungen, sie lacht...

und ein Platz an der Sonne, leider nur für die Zweibeiner aber ich bin ja Gönner!

Sogar wenn sie mit der Zubereitung ihres Lieblingsgrichts - Paella - beschäftigt war, passte sie auf wie ein Schießhund.
Aber laut Aussage unserer Gäste schmeckte die Paella trotzdem ausgezeichnet. Wieder mal typisch, für uns hieß es - nein nichts für Euch, das ist g e w ü r z t !!!
Pfff, was heißt das schon, schmeckt ja schließlich trotzdem oder??

Aber es gab schließlich auch Wichtigeres als schnödes Essen fassen.
Wie vorher die Schwarze, saßen nun auch Frau Bunt und Frau Weiß regungslos und stumm in ihren Nestern.

Nein, ich war nicht mehr besorgt, eher in freudiger Erwartung, und dann war es soweit. Auch sie tauchten plötzlich mit diesen zuckersüßen flauschigen Kugel auf.
Frau Bunt hatte 13 Kugeln im Schlepp und Frau Weiß 7.
Die Väter der Kleinen waren nicht unbedingt auszumachen. Da gab es zwei bunte, zwei schwarze und einen weißen Hahn. Die Kugeln - Anne nannte sie Küken - hatten diese Farben auch und zwar bei allen Müttern die gleichen Farben.
Spannend...

Ein Hahn erkannte Anne und sie nannte ihn Chicken. Ja, ich konnte mich auch erinnern - der war im vorletzten Winter verletzt und Anne hat ihn gefüttert und gepflegt. Jetzt war er ein wirklich stolzer und wunderschöner Hahn mit schillerndem Gefieder und ganz offensichtlich der Herr Papa von einigen dieser entzückenden Küken.
Auch er erkannte Anne und immer wenn er ihre Stimme hörte kam er angelaufen. Anne meinte er wolle sie begrüßen und freut sich sie zu sehen. Ich denke, er wollte nur wieder eine Handvoll von dem leckeren Aufbaufutter.
So vergingen die Tage und Wochen, die kleinen Küken wurden zu jungen Hühnern und Hähnen, die von Tag zu Tag zutraulicher wurden. Sie schienen gewusst zu haben, das wir ihnen nichts tun und wagten sogar den Weg auf die Terasse.
Olivia lag oft auf der Lauer, ließ die Prozession an sich vorbei ziehen und erst wenn die Pfauen kamen schlug sie Alarm.
Das störte diese aber gar nicht. Sie gönnten ihr nur einen strafenden Blick und stolzierten in aller Ruhe weiter. Unruhig wurden die Pfauen nur wenn sie Dieter sahen. Weil diese wunderschönen Tiere leider ihr aufgenommenes Futter in so gar nicht edler Form wieder in die Natur entlassen - äh, nicht Natur, eher Terrasse und Poolumrandung - waren sie dort nicht gern gesehen. Dieter gab alles sie zu vertreiben aber auch er konnte sie nicht dazu bewegen etwas schneller das Gelände zu verlassen. Immerhin wussten sie bald wo sie gern gesehen waren und wo so gar nicht.
Jette und ich genossen die Wärme auf unserem Pelz, die Ruhe und das gute Essen, Mona und das Jungvolk amüsierte sich am Pool, auf den Märkten und mit Helga bei langen Spaziergängen. Für Jette und mich reichte ein kurzer Ausflug am Rad oder ein Spaziergang zum Lieblingsitaliener. Ja, Urlaub kann schön sein...
Die Heimfahrt per Fähre kam schneller als gedacht - 6 Wochen sind einfach zu kurz - und unser Kleinteil hat uns mal wieder mehr als überrascht.

Die Fähre, kein Problem für sie, Kabine wie immer ohne Klima, kein Problem für uns, Hund und Mensch = Gewohnheitstiere, Treppen und Aufzüge kein Problem für Olivia, wir waren mehr als erstaunt.

Unser Übernachtungsziel war wieder das Hotel in Besancon. An der Rezeption die Reaktion auf uns fünf Fellnasen; oh, 5 Hunde!! Das für Sie reservierte Zimmer ist ja viel zu klein, wir haben da noch ein 4 Bett-Zimmer frei. Das können sie mit ihren Hunden haben. Nein, nein, das kostet nicht mehr, wir wollen, dass sich alle wohlfühlen.

Das ist doch wohl der Hammer oder. Wir stellten uns also in eine Reihe und ließen uns streicheln und bewundern. Kleinteil lief zu Höchstform auf und wir hatten eine wunderbare Nacht mit viel Platz und guter Luft.
Als Abschluss unseres Urlaubs wie geschaffen - alles, von Anfang bis Ende wunderbar.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaub auf Mallorca.

Im Namen der Sonnenblumen
Jette, Mona, Nieke und Olivia verbleibe ich
Euer Jambo

PS Ja es wurden viele Fotos gemacht und ja, die fehlen hier! Anne findet sie einfach nicht mehr, stellt euch das vor. Sie findet in diesem kleinen Telefon die Fotos nicht. Wo sollen die schon sein  - und so viel Platz zum Suchen ist da ja wohl auch nicht oder??
Wenn sie fündig geworden ist sag ich Bescheid. Versprochen!

 

 

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